Spielplatzkontrolle

Sicherheit hängt hauptsächlich vom richtigen Verhalten ab. Völlig harmlose Gegenstände können gefährlich werden, wenn man falsch mit ihnen umgeht. Ein Bonbon: beim Lutschen im Ganzen verschluckt, kann im Hals stecken bleiben; ein Bleistift kann als Stoßwaffe benutzt, böse Verletzungen verursachen.

Gefährliche Gegenstände hingegen stellen bei bestimmungsgemäßer Verwendung keine Gefahr dar, z.B. benutzen wir Messer, wechseln Glühbirnen oder fahren Auto, in der Regel ohne uns dabei zu verletzen. Das Bestreben keinen Schaden zu erleiden, führt zum „Selbstschutzverhalten“. Voraussetzung dafür ist, dass wir die Gefahr rechtzeitig erkennen, verstehen und reagieren. In diesem Fall spricht man von „kalkulierbaren Risiken“.

Kalkulierbare Risiken sind prinzipiell akzeptabel, vorausgesetzt der Mensch, der damit umgeht, hat die erforderlichen Erfahrungen gesammelt, um die Situation richtig einschätzen zu können. Für Kinder, die noch nicht über diesen Erfahrungsschatz verfügen, ist es einerseits notwendig für eine gewisse technische Sicherheit zu sorgen, andererseits soll das Spiel die Möglichkeit bieten, diese Erfahrungen zu sammeln.

Akzeptabel ist der „kleine Schmerz“, er stellt eine wichtige Hilfe beim Erlernen und Trainieren des richtigen Verhaltens dar. Doch alles, was über „ein bisschen Aua“ hinausgeht, löst technischen Regelungsbedarf aus. Die technische Sicherheit soll verhindern, das für ein Kind ein nicht kalkulierbares Risiko zur Falle wird.

Für Spielplätze und Spielgeräte existiert darum ein europäischer Sicherheitsstandart für die Sicherheit unser Kinder. Die DIN fordert eine jährliche Hauptinspektion. Der Geschäftsführer von Spiel und Raum, Frank Wiederhöft ist zertiftizierter Sachverständiger für Spielplatzsicherheit (DIN SPEC 79161, zertifiziert durch die DEULA Westphalen sowie BSFH, dem Bundesverband der Spielgerätehersteller).